26. Kanoniers- und Böllertreffen zur Hanse Sail in Rostock
Vom 6. bis 9. August 2026 fand in Rostock-Gehlsdorf, auf der Fährhufe am Wellenweg, das 26. Kanoniers- und Böllertreffen zur Hanse Sail statt. Rund 100 Akteure mit 20 Kanonen, Hand- und Schaftböllern sowie Mörsern sorgten für ein beeindruckendes und traditionsreiches Erlebnis. Bereits am Mittwoch begannen die Aufbauarbeiten für das 26. Kanoniers- und Böllertreffen. Am Mittwoch und Donnerstag rückten die Schützenkameraden an die Ostmole aus, um die einlaufenden Schiffe zur Hanse Sail mit kräftigen Böllerschüssen zu begrüßen. Damit wurde eine traditionsreiche, farbenfrohe und für Besucher offene Veranstaltung eingeläutet.
Geböllert wurde an mehreren Tagen in Gehlsdorf am Wellenweg. Den Auftakt bildeten am Donnerstag um 17 Uhr sieben Böllerschüsse. Am Freitag sowie am Sonnabend und Sonntag folgten weitere Schießzeiten. Schaulustige und Mutige waren eingeladen, die verschiedenen Geschütze aus nächster Nähe zu bestaunen und unter Anleitung selbst einmal zu böllern.
Ein besonderer Höhepunkt war die Eröffnung des Biwaks am Sonnabend, dem 8. August. Der Vorsitzende der Schützengesellschaft Concordia v. 1848 e.V. Hansestadt Rostock, Ron Westenberger, und der Präsident des Landesschützenverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Gerd Hamm, eröffneten gemeinsam das Lager. Neben dem Verbandspräsidenten aus Mecklenburg-Vorpommern waren auch der Präsident des Brandenburgischen Schützenbundes, Detlef Bode, und der Präsident des Landesschützenverbandes Sachsen-Anhalt, Michael Hecht, mit ihren Ehefrauen bei der Hanse Sail und beim Kanoniers- und Böllertreffen zu Gast.
Auch der Ehrenpräsident des Brandenburgischen Schützenbundes, Rainer Wickidal, beteiligte sich als aktiver Schütze seines Heimatvereins, des Schützenvereins Brück, am Treffen. Weitere Vereine und Abordnungen aus Küritz, Celle, Dortmund, Strausberg, Rostock, Wismar und Matzlow-Garwitz waren mit ihren Geschützen vertreten. Aus Sachsen-Anhalt gingen vier Geschütze an den Start. Für eine besondere musikalische Note sorgte Hartmut Schiesser, der das Geschehen als Trommler begleitete.
Das Biwak bot den Teilnehmern und Gästen Gelegenheit zum Austausch und gemütlichen Beisammensein. Ein großes Lagerfeuer, ermöglicht durch die Gehlsdorfer Feuerwehr und ihre Feuerschale, sorgte am Abend für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Das Technische Hilfswerk unterstützte die Veranstaltung tatkräftig. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, THW, Schützenkameraden und den zahlreichen Helfern funktionierte ausgezeichnet.
Stellvertretend für die vielen Einsatzkräfte und Helfer sind René Görner, der sich umfassend um die Organisation kümmerte, sowie Steffen Ohl und Henry Bonath zu nennen. Zu den Aufgaben gehörten unter anderem der Toilettenbereich, die Verpflegung, die Sicherheit, der Zeltaufbau und die Betreuung der Besucher und Gäste. Auch Urkunden wurden an verdiente Teilnehmer und Mitwirkende ausgereicht.
Das 26. Kanoniers- und Böllertreffen war ein großartiges Erlebnis für alle Beteiligten. Es verband gelebte Schützentradition mit Kameradschaft, maritimer Atmosphäre und der Freude am gemeinsamen Auftreten. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie Schützenvereine, Einsatzkräfte und Helfer gemeinsam ein Fest gestalten können, das Einheimische und Gäste gleichermaßen begeistert.
Bild zur Meldung: am Wellenweg, das 26. Kanoniers- und Böllertreffen