Vom 16. bis 18. März 2012 veranstaltete der Deutsche Schützenbund seine Hallenmeisterschaften in Solingen.
In einer sehr gut ausgeleuchteten Halle und mit einer straffen Organisation wurde die DM an den drei Tagen zeitgetreu abgewickelt.
Wie schon mehrmals in den vergangenen Jahren erlebt, so hatte sich aus MV auch in diesem Jahr nur eine Schützin für die DM qualifizieren können:
Für den Landesschützenverband startete
Annedore Röbisch vom SV 2000 Diedrichshagen
in der Klasse Altersdamen Recurve.
In dieser Wettkampfklasse waren insgesamt 24 Damen startberechtigt und diese lieferten sich einen recht unausgeglichenen Wettkampf mit mehreren Wechseln an der Spitze. Tolle Passen mit 28, 29 oder sogar 30 Ringen wechselten mit Passen ab, wo die Schützinnen durch Mimik und Gestik nach dem Pfeilflug anzeigten, dass sie gar nicht zufrieden waren.
Vielleicht machte mancher von ihnen auch zu schaffen, dass der jeweilige Stand der Ringe und die Position der 5-6 vorn liegenden Schützinnen in der Halle mit Lautsprecher jeweils nach zwei Passen immer wieder neu angesagt wurde.
So blieben die Schützinnen der vorderen Plätze relativ dicht beisammen. Am Ende des 1. Durchganges führte Annedore Röbisch nur hauchdünn mit einem Ring die Tabelle an und die Abstände zu den nachfolgenden Plätzen waren so gering, dass noch größere Verschiebungen möglich erschienen.
Und so kam es dann auch im zweiten Durchgang zu größeren Wechseln an der Spitze. Nur die Sportlerin Jagemann aus Duderstadt (NS ), die nach dem ersten Durchgang an der 6. Position lag, konnte im 2. Durchgang voll überzeugen, holte Ring für Ring auf und schoss hier hervorragende 284 Ringe. Damit sicherte sie sich mit 10 Ringen Vorsprung verdient die Goldmedaille.
Annedore dagegen konnte offensichtlich die Ansage, dass sie an der Spitze lag, mental nicht so gut verarbeiten, schoss zu Beginn des 2. Durchgangs einige Passen mit undiskutablen Ergebnissen und überwand ihre Nervosität scheinbar erst wieder , als sie so weit zurückgefallen war, dass sie bei der Hallenansage nicht mehr bei den vorderen sechs Schützen mit genannt wurde. Erst mit den letzten 4 Passen hatte sie ihre alte Sicherheit wieder und konnte sich, für sie selbst nicht mehr erwartet, mit 547 Ringen noch auf den 3. Platz wieder vorarbeiten.
Wie eng es auf den Plätzen zuging ersah man daran, dass von Platz 2 mit 548 Ringen bis zum Platz 8 mit 542 Ringen jeweils immer nur ein Ring Abstand war.
Insofern ist die Bronzemedaille für Annedore in diesem Jahr ein auch etwas glücklich erkämpfter Medaillenplatz. Wenn man aber weiß, dass Annedore mit dieser Medaille nun schon das 5. Edelmetall bei DM des DSB in den zurückliegenden 5 Jahren für unseren LV erkämpft hat, dann zählt sie mit Recht zu denen, die das Niveau in ihrer Wettkampfklasse in Deutschland mitbestimmen.
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